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Projekte und Kooperationen des Instituts

Das Institut hat sich in verschiedenen Projekten der Herausforderung gestellt, die Musik in ihren unterschiedlichen historischen, regionalen und naturwissenschaftlich-technologischen Ausformungen in Forschung und Lehre zu bearbeiten. Die Bandbreite der in den letzten Jahren verfolgten Projekte reicht von der Entwicklung eines Content Management Systems für Musikinstitutionen, das z.B. Autographe von Briefen und Noten sowie Musikinstrumente mit Bild-, Klang- und Videobeispielen aus Archiven wie dem Schubert-Archiv Wien, der Musikinstrumentensammlung des Technischen Museums Wien sowie dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem  Musikwissenschaftlichen Institut selbst zugänglich macht, bis hin zu einem Internet-Radio, das von Mitarbeitern und Studierenden des Instituts betrieben wird. Ein derzeit laufendes FWF-Projekt aus dem Bereich der historischen Musikwissenschaft widmet sich mit Ludwig Senfl einem Komponisten des ausgehenden 15. und frühen 16. Jahrhunderts, während sich der Bereich Systematische Musikwissenschaft schwerpunktmäßig mit Fragen der Instrumenten-, Raum- und Psychoakustik sowie der Klangsynthese/-analyse und Musikpsychologie beschäftigt. Im Bereich der Vergleichenden Musikwissenschaft/Ethnomusikologie verfügt das Institut über eine große Sammlung an Schallplatten von historischem Wert sowie eine kleinere Sammlung an außereuropäischen Musikinstrumenten. Hervorzuheben ist auch das weltweit einzige virtuelle Archiv zur Musik Madagaskars.

Kooperationen bestehen mit dem Institut für Wiener Klangstil (Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien) und dem Zentrum für Sportwissenschaft an der Universität Wien, mit den „Denkmälern der Tonkunst in Österreich“ und der Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Das internationale Netzwerk reicht weit über Europa hinaus. Es bestehen Kooperationen – betreffend Forschung und Lehre – mit dem Oral Literature Research Programme in Chileka, Malawi und mit der Escola de Música an der Universidade Federal da Bahia (UFBA), Brasilien.  Das Institut unterhält intensive Kontakte mit zahlreichen Universitäten und Forschungsstätten in Europa, wie etwa der Universität Wroclaw in Polen, der Technischen Universität St. Petersburg (Rußland), der Université d’Antananarivo, Madagaskar sowie der Schola Cantorum Basiliensis, der weltweit ältesten Hochschule für Alte Musik. Das Institut ist international sehr gut vernetzt. Im relevanten Zeitraum unterrichteten am Institut fast 20 internationale anerkannte Gelehrte. Zugleich ist es Drehscheibe für forschende MusikerInnen aus allen Teilen der Welt. Das Institut hat seine Lehre mit dem Wintersemester 2008/2009 dem Bologna- System angepasst und erfreut sich einer vergleichsweise großen Anzahl von über 1100 Studierenden.

Institut für Musikwissenschaft
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