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NiveauNischeNimbus

500 Jahre Musikdruck nördlich der Alpen

Wien, 19.-21. Jänner 2007, veranstaltet vom Institut für Musikwissenschaft und der ögmw

Ziel der internationalen und interdisziplinären Tagung war es, die Rolle des Musikdrucks im deutschsprachigen Raum (bis ca. 1550) in europäischer Perspektive eingehender in ihren technischen, ökonomischen und musikalischen Ausprägungen zu charakterisieren. Während Ottaviano Petruccis Erfindung des Typendrucks von mehrstimmiger Musik in Venedig 1501 landläufig als innovative Errungenschaft gepriesen wird, fehlen in der Musikgeschichtsschreibung jene Personen oft gänzlich, die 1507 – und damit als erste nach Petrucci – ihrerseits Musikdrucke vorlegten: Gregor Mewes in Basel und Erhard Oeglin in Augsburg.
Thematisiert wurde auf der Tagung die potentielle Vorbildwirkung des  herausragenden technologischen Niveaus dieser und anderer nördlich der Alpen wirkenden Drucker sowie die Frage, ob sie eher bewusst oder eher bedarfsgesteuert in ein Nischenprodukt investierten und welche Zielgruppen sie zu erreichen suchten. Schließlich wurden auch Antworten auf die Frage gesucht, inwiefern sich der Nimbus der frühen Drucke auch auf Fragen der Repertoire- und Kanonbildung, die Rolle des Autors oder aufführungspraktische
Belange auswirkten.

Tagungsprogramm

Berichte von der Tagung:
Ulrike Hascher-Burger (Musikforschung)
Ikarus Kaiser (ömz)


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