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Jan Philipp Sprick (Rostock/Berlin)

Musikwissenschaft und Musiktheorie

(Ringvorlesung Musik Kultur Wissenschaft II am Montag, den 16. April 2012)

 

 

Die Musiktheorie steht nicht nur in fachwissenschaftlicher Hinsicht wie keine andere Disziplin der Musikforschung zwischen den historischen, systematischen und ethnologischen Teildisziplinen. Auch hinsichtlich ihres primären Betätigungsfeldes, des Unterrichts an Musikhochschulen, vereinigt sie Anteile von Wissenschaft, Pädagogik und künstlerischer Praxis. Ausgehend von Hugo Riemanns Vision einer ›Einheit der Musikwissenschaft‹ skizziere ich vergleichend die Entwicklung und die gegenwärtige Situation der Musiktheorie in den USA und in den deutschsprachigen Ländern. Vor dem Hintergrund ihres Erkenntnisinteresses und der institutionellen Situation plädiere ich, ungeachtet aller inhaltlicher Überschneidungen mit der Musikwissenschaft, für eine disziplinäre Eigenständigkeit der Musiktheorie.

 

Mitschrift der Vorlesung

Redemanuskript der Vorlesung (nur zum persönlichen Gebrauch)

 

Literaturhinweise

Christensen, Thomas, »Music Theory and its Histories«, in: Music Theory and the Exploration of the Past, hrsg. von David W. Bernstein und Christopher Hatch, Chicago: University of Chicago Press 1993, S. 9–39.

Holtmeier, Ludwig, Artikel »Musiktheorie«, in: Lexikon der Systematischen Musikwissenschaft, hrsg. von Helga de la Motte-Haber u.a., Laaber: Laaber 2010, S. 334–336.

Tobias Janz/Jan Philipp Sprick: »Einheit der Musik - Einheit der Musikwissenschaft? Hugo Riemanns Grundriß der Musikwissenschaft nach 100 Jahren«, in: Die Musikforschung 63 (2010), Heft 2, S. 113-133.

Sprick, Jan Philipp (2011), »Kann Musiktheorie ›historisch‹ sein?«, in: Musiktheorie und Musikwissenschaft (Sonderband der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie), hrsg. von Tobias Janz und Jan Philipp Sprick. Hildesheim: Olms, S. 145–164.

 

 

Biographische Notiz

Jan Philipp Sprick studierte Musiktheorie, Viola, Musikwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Harvard und wurde 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die Sequenz in der deutschen Musiktheorie um 1900 promoviert. Seit 2006 ist er Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin. Seit 2009 Mitherausgeber der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie. Im Winter Quarter 2012 unterrichtete er als Visiting Assistant Professor am Department of Music der University of Chicago.

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