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Newsletter Musikwissenschaft
Nummer 17, Oktober 2017

 
 
 

Newsletter Oktober/November 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe KollegInnen und FreundInnen des Musikwissenschaftlichen Instituts,

mit diesem Newsletter erhalten Sie nun die aktuellen Meldungen rund um das Wiener Institut für Musikwissenschaft für die Monate Oktober und November 2017.

Mit besten Grüßen
Ihr Newsletter-Team


 
 
  Begrüßung von Professor Julio Mendívil
 

Neubesetzung der Professur für Ethnomusikologie

 

Mit Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober ist Julio Mendívil als neu berufener Professor für Ethnomusikologie in das Institut für Musikwissenschaft eingetreten. Zuletzt war Julio Mendívil als Professor für Musikethnologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt tätig. Zu seinen vorherigen Arbeitsstationen zählten die Universität Köln und die Hochschule für Musik und Theater Hannover. Außerdem stand er dem Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim als Direktor vor. Er arbeitete ferner bei Plattenfirmen und ist als Musiker aktiv. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Musik Lateinamerikas, die Popularmusik im deutschsprachigen Raum, die Fachgeschichte sowie das Verhältnis von Musik und Konflikt. Das Institut heißt ihn sehr herzlich willkommen!


 
 
  Ringvorlesung im Wintersemester 2017/18
 

Ringvorlesung zur Rezeptionsforschung

 

Zwischen Transfer und Transformation: Horizonte der Rezeption von Musik
Rezeptionsforschung ist allgegenwärtig – nur wenige Phänomene der Musikkultur werden heute untersucht, ohne diesen Aspekt zu berücksichtigen. Dies war nicht immer der Fall: Erst seit ca. 1970 hat die Musikwissenschaft zunehmendes Augenmerk auf die variablen Wertungen und Deutungen gelenkt, denen Musik und ihre Akteure unterworfen werden. Entsprechende Fragestellungen und Ansätze haben allerdings inzwischen eine so starke Ausdifferenzierung erfahren, dass man unter dem Label ‚Rezeption von Musik’ de facto ein ganzes Bündel an Theorien und Schwerpunkten subsumiert. Diesen Forschungsinteressen, welche der Aufnahme, Wirkung und Aneignung von Musik in unterschiedlichen historischen, kulturellen und medialen Konstellationen gelten, möchte die Ringvorlesung ein Diskussionsforum bieten. Die Vorträge finden jeweils dienstags um 18 Uhr in Hörsaal 1 statt (siehe auch unter „Veranstaltungen“) – herzliche Einladung an alle Interessierten! Termine und nähere Informationen hier.


 
 
  Veranstaltungen
 

Veranstaltungen am Institut oder in Kooperation mit unserem Institut

 

Oktober 2017

10. Oktober – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Michele Calella (Universität Wien): Eröffnung
Nils Grosch (Universität Salzburg): Das Potenzial einer anderen Rezeptionsforschung, oder: Was die Musikwissenschaft von den Cultural Studies lernen kann

17. Oktober – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Hans-Joachim Hinrichsen (Universität Zürich): Edition als Rezeption (am Beispiel Bruckner)

24. Oktober – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Christoph Hust (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig): Werk und Wahn – Musiktheoretiker werten Musik

24. Oktober – 18:00 Uhr – MDW, Anton-von-Webern-Platz 1, Seminarraum M0107
Wissenschaftsseminar zur aktuellen Forschung in den Bereichen Musikpsychologie, Musikphysiologie und Musikalische Akustik (Leitung: Matthias Bertsch und Christoph Reuter)
Informationen und Vortragende

27. Oktober – 15:30 Uhr – Wien, Haus des Deutschen Ordens
Vortrag Das Team des Projekts Die Kirchenmusikbibliothek von Kurfürst Maximilian Franz, 1784–1794 wurde zu einem Vortrag bei der Tagung Musik an geistlichen Höfen in der Frühen Neuzeit (26.–27. Oktober, Wien, Haus des Deutschen Ordens) eingeladen.

31. Oktober – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Ralf von Appen (Justus-Liebig-Universität Gießen): Remake, Remix, Remodel – Formen der Intertextualität in populärer Musik


November 2017

7. November – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Ulrich Konrad (Julius-Maximilians-Universität Würzburg): Können Notentexte miteinander in Dialog treten? Aspekte von Intertextualität und Musikhistoriographie

8. November – 19:30 Uhr – Hörsaal 1
Buchpräsentation am Institut:
Guido Adlers Erbe. Restitution und Erinnerung an der Universität Wien (hrsg. von Markus Stumpf, Herbert Posch und Oliver Rathkolb, 2017), Veranstalter: Universitätsbibliothek Wien, Institut für Zeitgeschichte, Institut für Musikwissenschaft sowie Forum Zeitgeschichte der Universität Wien

10. November 2017 10:00 Uhr Kavalierhaus Kleßheim, Salzburg
Pressekonferenz zur Studie Musik in Hotellerie- und Gastronomiebetrieben inkl. Präsentation der Ergebnisse durch Richard von Georgi (University of Applied Sciences, Berlin), Christoph Reuter (Universität Wien) und Romina Damm (Universität Gießen) im Auftrag der AKM Österreich

14. November – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien): Rezeption als Praxis. Oder: Wer erinnert welche Musik wie, wann und warum?

20. November – 18:30 Uhr – Hauptgebäude der Universität, HS 31
Vortrag mit Live-Musik Scott Edwards und Birgit Lodes gestalten gemeinsam mit dem „New Senfl Choir“ (live) einen Termin der Ringvorlesung Kulturgeschichtliche Wirkungen der Reformation an der Universität Wien zum Thema Luther, Senfl, und die Musik der Reformationen in Österreich.
nähere Informationen

21. November – 18:00 Uhr – MDW, Anton-von-Webern-Platz 1, Seminarraum M0107
Wissenschaftsseminar zur aktuellen Forschung in den Bereichen Musikpsychologie, Musikphysiologie und Musikalische Akustik (Leitung: Matthias Bertsch und Christoph Reuter)
Informationen und Vortragende

28. November – 18:00 Uhr – Hörsaal 1
Ringvorlesung Friederike Wißmann (Technische Universität Dresden): Intermedialität in der Musikforschung


 
 
  Jahrestagung der ÖGMW
 

Präsentation von Forschungsergebnissen

 

22.25. November 2017 – MDW
Bei der diesjährigen Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMW), die vom 22. bis 25. November an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien stattfindet, werden zahlreiche Mitglieder unseres Instituts ihre Forschungen präsentieren. Bei den Hauptvorträgen referieren unter anderem Carolin Krahn, Julio Mendívil, August Valentin Rabe und Kateryna Schöning. Bei der Jungen Musikwissenschaft, die von Elisabeth Reisinger organisiert und moderiert wird, sprechen Anna Sanda, Andreas Swoboda und Martina Montanari. Poster verschiedener Forschungsprojekte des Instituts werden am 23.11. vormittags präsentiert. Das aktuelle Programm entnehmen Sie bitte der Homepage des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der MDW.


 
 
  MitarbeiterInnen und Projekte
 

Neues von MitarbeiterInnen, Projekten und Zusammenarbeiten mit anderen Instituten

 

Seit 1. August 2017 ist Carolin Krahn als Universitätsassistentin (post doc) für Historische Musikwissenschaft am Institut tätig. Sie studierte Musikwissenschaft, Französische Literaturwissenschaft, Alte Kirchengeschichte und Musikvermittlung (Würzburg, Wien, Paris, Harvard, Stanford, Detmold) und wurde 2017 mit der Dissertation Topographie der Imaginationen: Johann Friedrich Rochlitz’ musikalisches Italien um 1800 promoviert. Zuvor war Carolin Krahn freiberuflich in diverse musikbezogene Produktionsformate im Konzert-, Opern- und Rundfunkbereich involviert. Das Team des Instituts heißt sie herzlich willkommen!
Link zur persönlichen Seite

Das FWF-Projekt Filmmusik als Problem im deutschsprachigen Journalismus (1907–1930), kurz FMJ, das im November 2017 ins zweite Projektjahr eintreten wird, hat die Strukturierung des digitalen Archivs für die journalistischen Quellen der Filmmusik fertiggestellt.

Nach der abgeschlossenen Untersuchung der Musikzeitschriften ist nun die Auswertung der Filmzeitschriften im Filmarchiv Austria in Wien und im Archiv der Deutschen Kinemathek in Berlin im Gange.
Im Rahmen der Jahrestagung der ÖGMW (22. bis 25. November, Wien) wird das Team ein Projekt-Poster präsentieren. Ferner werden im Herbst Interviews zum FMJ-Projekt in den Zeitungen Die Presse und uni:view Magazin veröffentlicht.
In jüngster Vergangenheit referierte Projektleiter Francesco Finocchiaro auf dem Symposium When Jazz Meets Cinema in Lovere über die Jazz-Musik in Metropolis sowie auf der 2nd Transnational Opera Studies Conference in Bern über Film und musikalisches Theater in der Weimarer Republik. Demnächst wird er auf der 17th International Music Theory Conference in Vilnius über die Kategorie des „Rhythmus“ in der Filmmusik-Theorie und -‍Komposition sprechen.
Informationen und News zum Projekt gibt es auf der offiziellen Projekt-Website:
https://filmmusicjournalism.com/

Richard von Georgi (University of Applied Sciences, Berlin), Christoph Reuter (Universität Wien) und Romina Damm (Universität Gießen) arbeiten zusammen im Auftrag der AKM an einer Studie zur Wirkung von Musik in Hotellerie- und Gastronomiebetrieben. Anhand eines umfangreichen Itempools zu unterschiedlichen psycho-sozialen und sozio-emotionalen Bereichen wurden Skalen erstellt, um die mögliche Bedeutung von Musik zu erfassen. Es zeigt sich, dass Personen Gaststätten, Kneipen und Bars aufgrund deren spezifischer Musik aufsuchen, um das gemeinsame Miteinander, den Genuss und eine positive Aktivierung mittels Musik zu verstärken und zu modulieren. Hieran ist ein gesteigertes Konsumverhalten gebunden. Die Ergebnisse zeigen vor dem Hintergrund neuerer Ansätze zur bewussten Emotionsmodulation mittels Musik, dass Individualität, Konsum und Musikpräferenz eine enge Beziehung eingehen.
Am 10. November 2017 findet um 10 Uhr im Kavalierhaus Kleßheim in Salzburg eine Pressekonferenz dazu statt, auf der auch die Ergebnisse präsentiert werden.


 
 
  Publikationen
 

Veröffentlichungen von Institutsmitarbeitern

 

Der Band Guido Adlers Erbe. Restitution und Erinnerung an der Universität Wien, hrsg. von Markus Stumpf, Herbert Posch und Oliver Rathkolb, ist im Verlag Vienna University Press (V&R) erschienen und steht ab sofort auch als Open-Access-Volltext zur Verfügung.
Am Mittwoch, 8. November, 19:30 Uhr findet im Hörsaal 1 des Instituts für Musikwissenschaft eine Buchpräsentation statt.

Als Band 8 der von Birgit Lodes herausgegebenen Reihe Wiener Forum für ältere Musikgeschichte ist soeben erschienen: Andrea Horz, Heinrich Glareans Dodekachordon. Zu den textuellen Bezügen des Musiktraktats. Die Reihe ist nun im Hollitzer-Verlag, Wien angesiedelt – die früheren Bände sind dort weiterhin erhältlich.
nähere Information

Die Reihe Wiener Veröffentlichungen zur Musikwissenschaft wird ab 2017 von Michele Calella und Birgit Lodes im Verlag Hollitzer, Wien herausgegeben. Im November 2017 erscheint dort Band 45: Markéta Štědronská (Hrsg.), unter Mitarbeit von Henriette Engelke und Anna-Maria Pudziow: August Wilhelm Ambros: Musikaufsätze und -rezensionen 1872–1876, Bd. 1: 1872 und 1873.


 
 
  Impressum:
Institut für Musikwissenschaft
Universität Wien
Universitätscampus AAKH
Spitalgasse 2-4, Hof 9
1090 Wien
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