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Newsletter Musikwissenschaft
Nummer 9, Oktober 2015

 
  Oktober/November 2015
 

Newsletter Okt/Nov 2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe KollegInnen und FreundInnen des Musikwissenschaftlichen Instituts,

anbei erhalten Sie die aktuellen Meldungen rund um das Wiener Institut für Musikwissenschaft für die Monate Oktober und November 2015.

Ihr Newsletter-Team

 


 
 
  Veranstaltungen
 

Folgende Veranstaltungen finden am Institut oder in Kooperation mit unserem Institut im Oktober und November 2015 statt – wir laden herzlich dazu ein!

 

OKTOBER

Gastvortrag "Komponisten in den Zeiten Machauts. Die anonymen Liedsätze des Codex Ivrea" von Felix Diergarten (Schola Cantorum Basiliensis) am 22. Oktober 2015 um 18:00 in Hörsaal 1 des Instituts.

Sonderausstellung "Das Bonner Opernleben zur Zeit des jungen Beethoven" vom 22. Oktober 2015 bis 29. Februar 2016 im Beethoven-Haus Bonn (Kurator John D. Wilson, FWF-Projekt 'Die Opernbibliothek von Kurfürst Maximilian Franz').

Call for Papers zum Studientag der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft "Zum Verhältnis von Auralität, Bildlichkeit und Schriftlichkeit im Digitalen Raum". Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2015.
Deutsche Version | english version

Lecture Recital "Sag an, wer lehrt dich Lieder, so schmeichelnd und so zart?“ - Klavierlieder von Wiener Zeitgenossen Haydns, Mozarts und Schuberts im Theatersaal der ÖAW am 29. Oktober 2015 um 19:00 (Zeitänderung!). Es musizieren Knut Schoch (Tenor) und Henning Lucius (Hammerklavier), Moderation Gundela Bobeth.
Veranstaltungsprogramm (PDF)


NOVEMBER

Vortrag von Oliver Seibt (Universität Wien) am 5. November 2015 um 18:00 in Hörsaal 1 des Instituts. Titel und Thema werden demnächst auf der Institutshomepage bekanntgegeben.

Gastvortrag "Musik in Horrorfilmen" von Frank Hentschel (Universität zu Köln) am 12. November 2015 um 18:00 in Hörsaal 1 des Instituts.

Konzertreihe "RE-SOUND Beethoven" - Die von Martin Haselböck in Verbindung mit Birgit Lodes entwickelte Serie, bei der das Orchester Wiener Akademie sämtliche Sinfonien Beethovens an Wiener Schauplätzen der Beethovenzeit in historisch informierter Aufführungspraxis zum Erklingen bringt, wird mit vier weiteren Konzerten fortgesetzt: im Großen Redoutensaal der Hofburg, im Theater an der Wien (18. November 2015) und im Palais Lobkowitz. Die begleitenden wissenschaftlichen Vorträge halten Stefan Weinziel, Markus Grassl, Nikolaus Urbanek und Birgit Lodes.
• RE-SOUND Beethoven Homepage

Jahrestagung "Analyse - Interpretation - Aufführung - Performance" der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft vom 18.-21. November 2015 an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz (KUG) mit Vorstellung des Trompeterautomaten und Beiträgen von Birgit Lodes, Helmut Kowar und Christoph Reuter.

Gastvortrag "Ars organizandi in the ‚Tabulatura Joannis de Lublyn'" von Elżbieta Witkowska-Zaremba (Polnische Akademie der Wissenschaften) am 19. November 2015 um 18:00 in Hörsaal 1 des Instituts.

Tag der offenen Tür - Am Freitag, 27. November 2015, findet am Institut für Musikwissenschaft im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten 650 Jahre Universität Wien ein „Tag der offenen Tür“ mit vielen verschiedenen Aktionen und Attraktionen in den neu renovierten Hörsälen und auf unserem neu restaurierten Fazioli-Flügel statt. 


DEZEMBER

Um ausreichend Zeit für die Reiseplanung zu gewährleisten, möchten wir auch einen frühen Dezembertermin ankündigen:

Internationale Tagung "Beethoven and the last generation of court musicians in germany", 3.-6. Dezember 2015, Beethoven-Haus Bonn. Veranstaltet wird die Tagung vom Projektteam des FWF-Projekts "Die Opernbibliothek von Kurfürst Maximilian Franz" und dem Beethoven-Haus Bonn.
Veranstaltungsprogramm (PDF)


 
 
  MitarbeiterInnen und Projekte
 

Neues von MitarbeiterInnen, Projekten und Zusammenarbeiten mit anderen Instituten

 

Regine Allgayer-Kaufmann ging am 30. September 2015 in den Ruhestand. Sie war seit 2002 Universitätsprofessorin für Vergleichende Musikwissenschaft am Institut (und die erste weibliche Professorin unseres Instituts überhaupt). In den Jahren 2005–06 und 2008–10 fungierte sie als Institutsvorständin, 2012–2015 als Vize-Dekanin der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät. Sie hat nicht zuletzt durch ihre methodischen Interessen und ihre Begeisterung für die Feldforschung die vergleichende Musikwissenschaft an unserem Institut ganz entschieden geprägt und mit ihrer konstruktiven Art, ihrer positiven Ausstrahlung und Kreativität ganz wichtige Impulse im Institutsleben gesetzt. Wir danken Regine sehr herzlich für die anregende Zeit der Zusammenarbeit und wünschen ihr einen angenehmen „Ruhestand“ - hoffentlich mit steter Verbindung auch zu unserem Institut!
• Fotobericht der Feier

Nikolaus Urbanek, Wissenschaftlicher Assistent an unserem Institut, hat zum 1. Oktober 2015 einen Ruf auf eine Professor für Musikwissenschaft am Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik der Universität für Musik und Darstellende Kunst angenommen. Mit ihm verlässt unser Institut eine Persönlichkeit, die in den letzten 5 Jahren durch seine Schwerpunkte in Musikästhetik und Neuer Musik das Profil des Instituts nachhaltig mitgeprägt hat. Herr Urbanek hat sich dadurch als einer der brillantesten österreichischen Musikwissenschaftler seiner Generation profiliert und auch durch seine didaktischen Kompetenzen und seine erstaunliche Eloquenz gewusst, die Studierenden für sein Fach zu begeistern. Wir gratulieren ihm zu seiner neuen Position.

August Rabe hat mit 1. Oktober 2015 eine Anstellung als prae-doc Assistent für  historische Musikwissenschaft angetreten. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik für Tasteninstrumente des 16. und 17. Jahrhunderts, musikalische Ausbildung, Aufführungspraxis und tonsystematische Grundlagen. Das Institut heißt ihn herzlichen willkommen.
• zum Interview

Saleh Siddiq arbeitet seit 1. August 2015 als Stipendiat der Österreichischen Nationalbibliothek (Jubiläumsfond) an seinem Dissertationsprojekt "Entwicklung eines tonhöhen- und dynamikunabhängigen Modells zur Erfassung von Klangfarbenähnlichkeiten" unter der Leitung von Christoph Reuter. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer tonhöhen- und dynamikunabhängigen Beschreibung und Erklärung von nichtperkussiven Orchesterklangfarben sowie dessen Implementierung in einer Kategorisierungssoftware für Instrumentalklangfarben.

Andrea Horz – von 2011 bis 2015 Assistentin am Institut – trat zum 01. August 2015 eine Hertha-Firnberg-Stelle (FWF) an. Das Ziel des Forschungsvorhabens „Aufführung oder Notentext? Opern im Kontext der deutschsprachigen Musikpublizistik des 18. Jahrhunderts“ besteht darin, die Diskursverschiebungen im musikpublizistischen Schrifttum über die Oper im deutschen Sprachraum des 18. Jahrhunderts zu erfassen, die mit der Nutzung von Klavierauszug und Partitur einhergingen. 

Nach den abschließenden Arbeiten an dem unter Birgit Lodes geführten Projekt zur Erstellung eines Werkverzeichnisses für den Renaissancekomponisten Ludwig Senfl (c. 1490–1543), nahm im April 2015 das ebenfalls vom FWF geförderte Projekt  „Ludwig Senfl: Sämtliche Werke (New Senfl Edition) I: Die Motetten für 4 und 5 Stimmen“ die Arbeit auf. Das von Stefan Gasch geleitete Projektteam wurde um einen Mitarbeiter erweitert.

Neben Sonja Tröster, die bereits das Werkverzeichnis miterstellte, arbeitet nun auch Scott L. Edwards (links im Bild) an diesem Editionsprojekt mit. Um den gebürtigen US-Amerikaner ein wenig näher kennen zu lernen, haben wir ein Interview mit ihm geführt.
• zum Interview

Gerhard Kubik untersucht im FWF-Projekt "Märchenerzählen in vier Bantu-Sprachen" die Praxis der Erzählens, seiner lokalen Organisation, die persönlichen Charakteristika der ErzählerInnen und Struktur sowie Inhalt der Märchen in den Sprachen Luganda, Lucazi, Chichewa und Ciyao. Die Basis bildet eine Sammlung von 688 Aufnahmen, durchgeführt von G. Kubik u.a. seit den 1960er Jahren. Der  Plan ist, diese Aufnahmen nochmals in die Dorfgemeinschaften zu bringen, in denen sie entstanden, um Transkriptionen vor Ort durchzuführen, eine Palette wissenschaftlicher Fragestellungen aus den Gebieten der Kulturanthropologie, der Bantu-Linguistik, der Oralliteratur-Forschung, der Ethnomusikologie und der Erziehungswissenschaft zu lösen und  die gegenwärtige Situation des Märchenerzählens anhand neuer  Aufnahmen, vor dem Hintergrund veränderter Freizeitgestaltung (TV, Internet etc.), zu dokumentieren.

Marcel Teppich von der Universität Eichstätt-Ingolstadt ist ab dem 1. Oktober 2015 für ein Jahr lang als ERASMUS-Praktikant am Institut (Bereich Systematische Musikwissenschaft) tätig. Sein Aufgabengebiet ist vor allem im Projekt "Plink" angesiedelt, einem Gemeinschaftsprojekt der Musikinstitute Eichstätt, Hannover, Düsseldorf und Wien. Plinks sind kurze Musikausschnitte von ca. 200 Millisekunden, anhand derer Menschen bereits in der Lage sind, das musikalische Genre zu identifizieren.

Oliver Seibt hat im Wintersemester 2015/16 die Vertretungsprofessur für Ethnomusikologie inne und bietet Lehrveranstaltungen zu musikethnologischem Schreiben, traditioneller Musik Japans, Popularmusik Japans und der Entstehung und Entwicklung des Hip-Hop an.


 
 
  Publikationen
 

Neuerscheinungen

 

 

Transgressions of a musical kind - Festschrift zu Ehren von Regine Allgayer-Kaufmann zum 65. Geburtstag. Herausgegeben von Anja Brunner, Cornelia Gruber & August Schmidhofer. Aachen: Shaker, 2015

Inhaltsangabe (PDF)

 


 
 
  Rückschau
 

Berichte über vergangene Aktivitäten des Instituts

 

Am 17. September 2015 gestaltete das FWF-Forschungsprojekt „Musikleben des Spätmittelalters in der Region Österreich“ (Birgit Lodes, Reinhard Strohm, Marc Lewon) eine vierstündige Veranstaltung  im Rahmen des 650-Jahr-Jubiläums mit Vorträgen und Konzerten zum Thema „Zeitgenössische Musik im Spätmittelalter“ im Archiv der Universität.
• Bericht von Sonja Tröster

"Wiener Systematik Unterwegs" Vom 9.-11. September präsentierte Christoph Reuter mit neun jungen ForscherInnen aus Wien auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie verschiedene Themen aus dem breiten Spektrum der Systematischen Musikwissenschaft
• Bericht mit Fotos von Christoph Reuter


 
 
  Impressum:
Institut für Musikwissenschaft
Universität Wien
Universitätscampus AAKH
Spitalgasse 2-4, Hof 9
1090 Wien
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