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Wolfgang Amadeus Mozart im Spiegel des Musikjournalismus bis 1828

FWF Projekt P 16077 (erster Teil)
Projektlaufzeit: 2003–2005

FWF Projekt P 19354 (zweiter Teil)
Projektlaufzeit: 2007–2010

Leitung: o.Univ.-Prof. Dr. Gernot Gruber
Mitarbeiter: Dr. Rainer J. Schwob

In diesem Projekt werden allgemeine Periodika und Musikzeitschriften bis 1830 nach Informationen zu und Meinungen über Wolfgang Amadeus Mozart durchgesehen. Ziel des Projekts ist eine kritische Edition der Artikel (in erster Linie Werkrezensionen und Konzert-/ Opernkritiken sowie biographische Hinweise) in chronologischer Folge; knappe Kommentare stellen die Verbindungen zum historischen Kontext und zur Mozart-Biographik her, Register erschließen die besprochenen Werke, die erwähnten Personen und die ausgewerteten Zeitschriften.

Der Musikjournalismus, gegen Ende des 18. Jahrhunderts in seiner modernen Form entstanden, war besonders in seiner frühen Phase sehr einflußreich; er trug wesentlich zur Schaffung eines 'Kanons' sowie zum Verständnis Haydns, Mozarts und Beethovens als Konstituenten einer 'Wiener Klassik' bei. Im untersuchten Zeitraum entwickeln sich Klassikerverehrung und 'Geniekult', wobei häufig die gleichen musikalischen Merkmale, die anfangs kritisiert wurden, später bewundert werden. Diese Entwicklung nachvollziehbar zu machen, ist ein wesentliches Anliegen der Edition.

Eine vergleichbare Edition wurde im Falle Mozarts noch nicht veröffentlicht. Von ihr werden wichtige Impulse für die Mozart-Forschung und neue Einblicke in die Anfänge der musikalischen Zeitschriftenliteratur erwartet.

Kontakt zu in- und ausländischen Fachkolleginnen und -kollegen ist in allen Phasen des Projekts sowohl in Korrespondenz als auch bei den Archivreisen notwendig, insbesondere aber zur Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg. Weitreichende Zusammenarbeit wurde mit Professor Dr. Rudolph Angermüller, Generalsekretär der Stiftung Mozarteum, der sein umfangreiches Fachwissen zur frühen Mozart-Rezeption in das Projekt einbringen kann, vereinbart.

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Bericht in der Presse am Sonntag vom 9.8.2009


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