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August Wilhelm Ambros (1816–1876)

Wege seiner Musikkritik, -ästhetik und -historiografie

Tagung zum 200. Geburtsjubiläum

18.–20. November 2016 am Institut für Musikwissenschaft

Organisation: Birgit Lodes, Markéta Štědronská
Institut für Musikwissenschaft
Spitalgasse 2–4, Unicampus AAKH Hof 9
1090 Wien
http://musikwissenschaft.univie.ac.at/

 

Mit der Tagung wird das 200. Geburtsjubiläum des Musikschriftstellers August Wilhelm Ambros (1816–1876) gefeiert. Ein Universalgeist im Dienste der Musik – so könnte man Ambros’ Persönlichkeit kurz charakterisieren. Als promovierter Jurist, bewandert in Kunstgeschichte und Literatur wählte Ambros die Musikkritik, -ästhetik und später auch die Musikhistoriographie als Hauptgebiet seiner Tätigkeit. Zwei Städte der Habsburgermonarchie wurden zu seinen Wirkungsorten: Prag, in dessen Nähe Ambros geboren wurde, und Wien, wo er die letzten fünf Jahre seines Lebens als Musik- und Kunstkritiker der Wiener Zeitung, Musikgeschichteprofessor am Konservatorium und als Musik- und Kunstgeschichtelehrer des Kronprinzen Rudolf tätig war. Durch seine Tätigkeit in Wien in den 1870er-Jahren hat Ambros nicht nur das Musikleben dieser Stadt wesentlich geprägt, sondern auch viele bedeutende Persönlichkeiten einschließlich des Gründers des Instituts für Musikwissenschaft – Guido Adler – wesentlich beeinflusst. Da es sich um die historisch erste Tagung zum Thema „August Wilhelm Ambros“ überhaupt handelt, ist es das Anliegen ihrer Organisatoren, sie thematisch möglichst offen und komplex zu gestalten, d. h. die verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkte von Ambros, die zeitliche Entwicklung (Prager versus Wiener Periode) als auch Kontext und Rezeption zu berücksichtigen. Die aus Österreich und verschiedenen europäischen Ländern geladenen ExpertInnen sind herausgefordert, einerseits eine Bilanz aus der in den 1970er-Jahren ansetzenden „Neuentdeckungsperiode“ der Ambros-Forschung zu ziehen, andererseits – und dies ist ihr Hauptanliegen – neue Impulse für die künftige Ambros-Forschung zu geben. Die Konferenz soll also die bis heute weiterwirkende Leistung einer Persönlichkeit umfassend würdigen, die bereits Friedrich Blume als die „glänzendste Erscheinung“ unter den Musikschriftstellern des 19. Jahrhunderts bezeichnet hat.

Tagungsplakat als PDF

Tagungsprogramm:

Freitag, 18. November

15:00 Eröffnung (Birgit Lodes)
16:15 Musikkritik und -ästhetik

Samstag, 19. November

09:00 Kunstkritik und -geschichte
11:00 Komposition
11:45 Musikmatinée August Wilhelm Ambros:

„Der Prager Musikant“ für Singstimme und Klavier op. 22
„Marienlied“ und „Der Wasserkönig“ für Singstimme und Klavier op. 20
Sonate für Klavier c-Moll op. 19
(Gesang: Isabelle Schwarz, Klavier: Robert Lillinger)

14:30 Musikhistoriographie

Sonntag, 20. November

09:00 Musikhistoriographie

Detailliertes Programm als PDF


Kontakt:

marketa.stedronska@univie.ac.at

Institut für Musikwissenschaft
Universität Wien
Universitätscampus AAKH
Spitalgasse 2-4, Hof 9
1090 Wien
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