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Musikleben des Spätmittelalters in der Region Österreich

FWF Projekt P 23555
Projektlaufzeit: 2011 – 2016

Leitung: Univ.-Prof. Dr. Birgit Lodes
Mitarbeiter: Prof. em. Dr. Reinhard Strohm; Marc Lewon, M.A.
Wiss. Assistentin: Mag. Mirjam Kluger
Kontakt: musical-life.musikwissenschaft@univie.ac.at

Projekthomepage: www.musical-life.net

1. Ziele und allgemeine Charakteristik
Musikleben ist ein Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse zur musikalischen Kultur in der Region Österreich um 1340-1520 anstrebt. Es ist eine wissenschaftliche Untersuchung der Bedeutung von Musikkultur, ausgehend von Dokumenten wie Musikaufzeichnungen, Archivdokumenten, literarischen Texten, Bildern aus Kunst, Architektur und materieller Überlieferung, die in eine neue Geschichte des Musiklebens der Region eingebettet werden. Der Text, in allgemeinverständlicher Sprache, ist in 40 kurze Kapitel gegliedert, die etwa in Form eines Museumskataloges jeweils bestimmte Musikstücke oder Dokumente hervorheben. Auch Klangbeispiele werden geboten.

2. Forschungsstatus
Musikleben unterscheidet sich von früherer Forschung in diesem Gebiet vor allem durch die Konzentration auf Kulturgeschichte. Überlieferte Musik wird in den Zusammenhang des "Musiklebens" damals lebender Menschen gestellt; Themen sind Materialität und Spiritualität, Alltag, künstlerische Praxis, volkstümliche und höfische Kulturen, zeremonielle und intellektuelle Traditionen. Räumliche Aspekte und Differenzen werden neu bewertet, aber auch das Verhältnis des Musiklebens der Region zum übrigen Europa.

3. Humanressourcen
Die drei Hauptmitarbeiter sind: Univ.-Prof. Dr. Birgit Lodes, Universität Wien; Prof. em. Dr. Reinhard Strohm, Universität Oxford und Beiratsmitglied des Zentrums Kulturwissenschaften an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Mag. cand. phil. Marc Lewon, Musikwissenschafter und aufführender Musiker, Doktorand an der Universität Oxford. Über 30 internationale Experten der Musikgeschichte, Kulturgeschichte und anderer verwandter Disziplinen haben ihre Mitarbeit in Werkverträgen oder als ehrenamtliche Berater zugesagt. Zudem werden NachwuchsforscherInnen (DiplomandInnen und DoktorandInnen der Universität Wien) über Werkverträge eingebunden.

4. Produktions- und Kommunikationsstrategien
Um eine breite Leserschaft zu erreichen, wird das Projekt sowohl in Buchform als auch online publiziert. Eigens beauftragte Einspielungen der beschriebenen Stücke werden als Tonbeispiele mit angeboten (online) oder als CDs beigelegt (Buchform). Die Ergebnisse werden auf internationalen Tagungen und in individuellen Publikationen vorgestellt.

5. Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkung

Musikleben will die Anwendbarkeit kulturwissenschaftlicher Studien auf die Musikgeschichte dieser Epoche erweisen und die Bedeutung der regionalen Musik im europäischen Kontext neu bewerten. Seine Wirkung betrifft Methodologie - als kulturgeschichtliche Historiographie der Musik - und Interpretation - als Neubewertung der Rolle Österreichs in der europäischen Musikkultur des Spätmittelalters.

 

Bericht über das Projekt in der Online-Zeitung der Universität Wien, Dezember 2012.

Bericht über das Projekt in den Salzburger Nachrichten, 29. Dezember 2012.

Bericht über das Projekt im Universum Magazin, 1-2/2013, S. 64–65.

Bericht über die Veranstaltung "Zeitgenössische Musik" am 11. September 2015 im uni:view Magazin.


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