Donnerstag, 26. März 2026 – von 18:30 bis 20:00 Uhr – Hörsaal 1 am Institut für Musikwissenschaft
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Abstract:
Im ausgehenden 18. Jahrhundert differenzierten sich die Vorstellungen und Reflexionen darüber, was musikalisches Hören sei und sein sollte, zunehmend aus. Zur selben Zeit entwickelte sich auch ein neues Bewusstsein für ein verräumlichtes Musikerleben, das sich mit dem Begriff der Immersion fassen lässt. Der Vortrag nimmt immersives Hörerleben im mittel- und norddeutschen Raum in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick und wirft ein Schlaglicht auf Aufführungspraktiken, Medien, Räume und Situationen, musikalische Schlüsselwerke sowie musikästhetische, -theoretische und ideengeschichtliche Diskurse, die jeweils einen Teil dazu beigetragen haben, dass sich immersives Hören um 1800 zu einem selbstverständlichen Erlebnis-Topos von Musik entwickeln konnte.
