Logo der Universität Wien

MedRen 2007

Medieval and Renaissance Music Conference

Wien, Institut für Musikwissenschaft, 7. bis 11. August 2007

Leitung: Univ.-Prof. Dr. Birgit Lodes, Stefan Gasch, M.A.
Mitarbeit: Dr. Gundela Bobeth, Ramona Hocker, M.A., Mag. Sonja Tröster

Die International Medieval & Renaissance Music Conference, die weltweit größte Konferenz zu aktuellen Forschungsfragen der Alten Musik, bildet seit Jahren einen Fixpunkt im Terminkalender von internationalen MusikwissenschaftlerInnen, die sich mit der Musik des 9. bis 16. Jahrhunderts beschäftigen. Wurde die alljährliche Tagung bis zum Ende der 1990er Jahre ausschließlich im englischsprachigen Raum abgehalten, alternieren seit 2001 im
Jahresrhythmus großbritannische mit kontinental-europäischen Veranstaltungsorten. Nach Italien (Spoleto 2001), Deutschland (Jena 2003) und Frankreich (Tours 2005) findet die „MedRen“ heuer erstmalig in Österreich statt. Gastgeber für die rund 150 erwarteten MusikwissenschaftlerInnen, darunter mehr als 100 geladene Vortragende aus über 20 Ländern, ist vom 7. bis zum 11. August 2007 das Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien. Im Sinne des Grundgedankens der Konferenz, auf breiter Basis ein Podium des fachlichen Austauschs über neue inhaltliche oder methodische Forschungsaspekte zu bieten, fügen sich die Referate im Rahmen dreier „parallel sessions“ zu Sitzungsblöcken mit unterschiedlichsten Schwerpunktthemen zusammen: Beiträge, die um Quellen aus Wiener bzw. österreichischen Bibliotheken und Archiven kreisen und auf diese Weise eine Brücke zwischen dem Tagungsort und dessen reicher musikgeschichtlicher Vergangenheit schlagen, bilden dabei nur einen von vielen behandelten Themenkomplexen. Weiters zur Sprache kommen unter anderem Bereiche wie musikalische Rhetorik, zeitgenössische Instrumente und Musizierformen, musikalische Transferprozesse, Musik in der Liturgie, Fragen der Aufzeichnung, Verbreitung und Repertoirebildung von Musik, das Verhältnis von Musiktheorie und -praxis, Fallstudien zu Komponisten (Machaut, Isaac, Josquin, Tourout, HandlGallus, Senfl u.a.), musikalischen Gattungen, Zentren und Quellen sowie zur Rezeption mittelalterlicher Musik im Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Zum Auftakt des dreieinhalbtägigen Tagungsprogramms wird am Begrüssungsabend (7. 8.) Prof. Dr. Reinhard
Strohm (Oxford) einen Eröffnungsvortrag zum Thema „Nähe und Ferne der frühen europäischen Musik“ halten. An den folgenden Tagen runden Rahmenaktivitäten wie ein kommentiertes Mittagskonzert mit Musikern der Schola Cantorum Basiliensis, Buchausstellungen sowie ein gemeinsames Konferenzdinner bei einem Wiener Heurigen (9. 8.) das wissenschaftliche Programm ab. Für die musikalische Abendgestaltung sorgen ein Konzert mit dem Basler Ensemble „La Morra“ (8. 8.: Musik aus der Zeit Maximilians I.)
sowie ein Konzert des Ensembles „Cinquecento“ in der Kirche Maria am Gestade (10. 8.: „Musica Invictissima. Harmonic Invention for a Habsburg Empire“).


Homepage der Tagung

Bericht von Katelijne Schiltz in Early music vom Februar 2008

Bericht von Andrea Horz in der ömz

Institut für Musikwissenschaft
Universität Wien
Universitätscampus AAKH
Spitalgasse 2-4, Hof 9
1090 Wien
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0